Datum: 16. März 2026 um 02:41 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler-Meldeempfänger, Sirene
Einsatzart: Feuer > F2
Einsatzort: Thal, Schlehenweg
Einheiten und Fahrzeuge:
- Stadtfeuerwehr Bad Pyrmont: ELW 1 , KdoW , stellv. StBM , StPW
- Freiwillige Feuerwehr Bad Pyrmont: DLAK 23/12 , HLF 20 , LF 16/12 , MTW
- Freiwillige Feuerwehr Löwensen: TSF
- Freiwillige Feuerwehr Thal: TSF-W
Einsatzbericht:
In der Nacht zum Montag wurden die Feuerwehren Thal, Bad Pyrmont, Löwensen und das Team ELW um 02:41 Uhr nach Thal alarmiert. Neben der Feuerwehr fuhren auch der Rettungsdienst, die Polizei sowie der Notdienst der Stadtwerke die Einsatzstelle im Schlehenweg an. Laut Einsatzmeldung sollte es in einem Heizungskeller eines Wohnhauses zu einer Rauchentwicklung kommen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde eine Person bereits im Freien von der Polizei betreut, sodass eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen werden konnte. Im Untergeschoss des Wohnhauses konnte wie gemeldet eine Verrauchung festgestellt werden. Ein mit einem C-Rohr und Wärmebildkamera ausgerüsteter Trupp unter Atemschutz machte schnell eine Heizungsanlage als Verursacher der Verrauchung aus. Ein offenes Feuer konnte glücklicherweise nicht festgestellt werden. Die Heizungsanlage wurde außer Betrieb gesetzt und die Brennstoffzufuhr unterbrochen. Parallel wurde von außen eine Druckbelüftung mittels eines Überdrucklüfters vorgenommen und so das Untergeschoss rauchfrei gemacht. Nach dem Abschluss weiter Kontrollmaßnahmen wurde der kontaminierte Atemschutztrupp durch die Fachgruppe Einsatzstellenhygiene dekontaminiert. Im Anschluss konnte die Einsatzstelle an die unverletzte Bewohnerin übergeben und der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet werden.
Übrigens, um der Belastung durch giftige Brandgase entgegen zu wirken, wird den kontaminierten Einsatzkräften bereits an der Einsatzstelle durch die Fachgruppe Einsatzstellenhygiene die Möglichkeit geschaffen, die mit Brandgasen belastete Einsatzbekleidung sicher zu wechseln. Kontaminierte Bekleidung und Werkzeuge werden sicher verpackt und der entsprechenden Reinigung zugeführt. Durch den Kontakt mit Brandgasen können Feuerwehrleute einem bis zu dreifach höherem Krebsrisiko ausgesetzt sein. Durch die Maßnahmen der Einsatzstellenhygiene wird dieses Risiko deutlich verringert.

